Die allgemeine Entwicklung vom hochpreisigen technischen Wunderwerk hin zum kurzlebigen Discountartikel scheint für die konventionellen Navigationsgeräte unaufhaltsam.
War es bis vor wenigen Jahren gang und gäbe ein und dasselbe Navigationsmodell über einen langen Zeitraum hinweg zu produzieren und zu verkaufen, so wird der Produktlebenszyklus seit ca. 2 Jahren immer kürzer. Mittlerweile lösen Nachfolgemodelle ihre Vorgänger spätestens nach einem Jahr ab, häufig auch schon früher.
Während einerseits immer neue technische Innovationen in den Navis verbaut werden, fallen gleichzeitig die Preise. Bereits wenige Wochen nach Verkaufsstart verramschen einige Händler die Geräte zu einem Preis, der teils weit unter dem eigentlich anvisierten liegt. Sie tun das vor allem in dem Wissen, dass in absehbarer Zeit neue Navis von den Herstellern angekündigt werden und die dann schon wieder veralteten Navis wie Blei in den Regalen liegen.
Für die Kunden ist diese Produktpolitik ein zweischneidiges Schwert.
Gute Technik für einen kleinen Preis ist zwar erfreulich, allerdings wird es wenige Monate nach dem Kauf bereits neue Geräte mit besserer Ausstattung geben. Der Kunde besitzt dann so gesehen ein altes Navi. Wer will das schon?
Selbst wenn der Käufer lange Zeit mit seinem Gerät zufrieden ist und keine Neuerungen wünscht, heißt das nicht unbedingt, dass er sehr lange Freude an seinem Navi haben wird. Oft produzieren die Hersteller nur einen kurzen Zeitraum passendes Zubehör. Und bei Fragen rund ums Navi weiß der technische Support auch oft keine Hilfe mehr anzubieten. Sollte also beispielsweise das Ladekabel oder etwas ähnlich wichtiges kaputt gehen, ist der Besitzer gezwungen sich ein neues Navi zu kaufen, es sei denn, er bekommt die Ersatzteile über irgendwelche Kanäle doch noch bezogen.
Bleibt die Frage, ob die Entwicklung so gesehen noch so toll ist.
Das Navi als Wegwerfartikel
vom 11.01.2010 — Kategorie: Allgemeine News & Auto


